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Was ist eine Hornhaut­verkrüm­mung?

Hornhautverkrümmung, auch Astigmatismus genannt, ist eine der häufigsten Fehlsichtigkeiten weltweit. Viele Menschen haben davon gehört, sind sich aber unsicher, was genau dahintersteckt. Im Folgenden erklären wir Ihnen, was eine Hornhautverkrümmung ist, welche Symptome und Ursachen es gibt und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. 

1. Hornhautverkrümmung einfach erklärt 

Bei einer Hornhautverkrümmung ist die Oberfläche der Hornhaut ungleichmäßig gekrümmt. Statt einer gleichmäßigen, kugelförmigen Wölbung weist die Hornhaut unterschiedliche Krümmungsgrade in verschiedenen Meridianen auf. Das führt dazu, dass Lichtstrahlen nicht in einem einzigen Punkt auf der Netzhaut fokussiert werden, sondern entlang einer Linie, was zu verschwommenem oder verzerrtem Sehen führt.​

2. Was bei Astigmatismus passiert

Astigmatismus tritt auf, wenn die Hornhaut ungleichmäßig geformt ist. Statt einer kugelähnlichen Form nimmt die Hornhaut eine ellipsenartige Struktur (ähnlich einem Rugbyball) an. Diese Veränderung führt zu einer ungleichmäßigen Lichtbrechung, wodurch das Gehirn ein unscharfes, verzerrtes Bild empfängt. Astigmatismus kann leicht bis schwer ausgeprägt sein. Menschen mit einem schwachen Astigmatismus nehmen ihre Fehlsichtigkeit oft kaum wahr, während bei stärkeren Formen alltägliche Aufgaben wie das Lesen oder Autofahren erschwert sind. Kombiniert sich der Astigmatismus mit Kurz- oder Weitsichtigkeit, können die Sehprobleme noch komplizierter werden.
Kurzsichtigkeit ursachen Diagramm

3. Ursachen der Hornhautverkrümmung

Die Ursachen einer Hornhautverkrümmung sind vielfältig. Um die Entstehung dieser Fehlsichtigkeit besser zu verstehen, lohnt sich ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Auslöser. Dabei wird deutlich: Nicht immer lässt sich ein Astigmatismus verhindern, aber in vielen Fällen frühzeitig erkennen und behandeln. 
Angeborene Faktoren

Viele Menschen werden mit einer leichten Hornhautverkrümmung geboren. Genetische Veranlagungen spielen hierbei eine bedeutende Rolle. In einigen Familien tritt der Astigmatismus gehäuft auf, was auf eine erbliche Komponente hinweist.

Erworbene Faktoren

Im Laufe des Lebens können verschiedene Faktoren zur Entwicklung oder Verschlechterung eines Astigmatismus beitragen:

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Augenverletzungen: Narbenbildung auf der Hornhaut durch Verletzungen kann die gleichmäßige Krümmung beeinträchtigen.​
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Augenoperationen: Eingriffe wie Katarakt-Operationen können Veränderungen in der Hornhautkrümmung verursachen. 

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Erkrankungen: Krankheiten wie Keratokonus führen zu einer fortschreitenden Ausdünnung und Verformung der Hornhaut.

4. Symptome einer Hornhautverkrümmung

Die Symptome können je nach Ausprägung des Astigmatismus variieren:​
Hornhautverkrümmung- Astigmatismus
Informationsbroschüre über trockene Makuladegeneration mit Diagrammen und Illustrationen auf einem Tisch, daneben eine Brille und ein Stift.

5. Diagnoseverfahren

Bei der Diagnose einer Hornhautverkrümmung gehen wir wie folgt vor:

  1. Objektive Refraktion: Zunächst erfolgt die objektive Refraktion. Dabei wird mittels spezieller Geräte (z. B. automatisierte Refraktometer) ein Infrarot-Bild auf die Netzhaut projiziert und gemessen, ob das Bild scharf ist. 
  2. Subjektive Refraktion: Anschließend folgt die subjektive Refraktion. Dabei blickt der Patient auf Sehtafeln und gibt an, mit welchem Glas er am besten sieht, während der Augenarzt verschiedene Korrekturgläser vor das Auge hält. 
  3. Hornhauttopographie: Nur wenn ein Verdacht auf eine irreguläre Hornhautverkrümmung besteht oder Hinweise auf eine Hornhauterkrankung vorliegen, wird zusätzlich eine Hornhaut-Topografie durchgeführt. Diese computergestützte Untersuchung gibt detaillierte Einblicke in die Hornhautoberfläche und liefert vor allem bei komplizierten Fällen oder zu OP-Vorbereitungen wichtige Zusatzinformationen

6. Behandlungsmöglichkeiten

Eine Hornhautverkrümmung lässt sich nicht heilen, aber sehr gut behandeln. Die Auswahl der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen.
Hornhautverkrümmung behandlungsmöglichkeiten
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7. Hornhautverkrümmung bei Kindern

Hornhautverkrümmungen sind häufig angeboren und können bereits im Kindesalter auftreten. Leichte Formen verursachen meist keine Probleme, doch ab etwa 0,75 Dioptrien können Symptome wie unscharfes oder verzerrtes Sehen, Schwierigkeiten beim Greifen von Gegenständen, gestörte Hand-Augen-Koordination, Augenbrennen, Kopfschmerzen und schnelle Ermüdung auftreten.

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung durch Experten wie uns sind besonders wichtig, um Folgeerkrankungen wie eine Amblyopie (Schwachsichtigkeit) zu verhindern. Die gängigste Therapie im Kindesalter ist das Tragen einer passenden Brille, die die Fehlsichtigkeit ausgleicht und so die normale Sehentwicklung unterstützt.

8. Hornhautverkrümmung: Symptome erkennen und richtig behandeln

Unbehandelt kann eine Hornhautverkrümmung zu anhaltenden Beschwerden wie unscharfem Sehen, Augen- und Kopfschmerzen sowie schneller Ermüdung führen. Im Alltag können dadurch Schwierigkeiten beim Lesen, Arbeiten am Bildschirm oder beim Führen von Fahrzeugen entstehen. Eine individuell angepasste Behandlung sorgt jedoch dafür, dass Betroffene ein weitgehend uneingeschränktes Leben führen können.
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